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22.08.2020

Sommertagung des Kreisverbandes Minden

 

Auf Grund der Corona Schutzverordnung NRW die in Friedewalde nicht eingehalten werden kann, wurde auf der Sommertagung beschlossen, dass es in 2020 leider keine Kreisschau im Kreisverband Minden geben wird.

 

Für das Jahr 2021 hat Wolfgang Blase bei der Gemeinde Hille einen Antrag für die Bürgerhalle Holzhausen gestellt. Somit richtet der Kreisvorstand die Kreisschau 2021 aus.

 

Mit stand vom 21.08.2021 gibt es nur drei vereinsinterne Ortsschauen. Diese finden in Eisbergen, Hahlen und Bergkirchen statt.

  

Die nächste Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes 2021 findet am 27.02.2021 um 14.00 Uhr in Friedewalde statt.


05.10.2020

Aus der Geschichte des Kreisverbandes

 

Der nachfolgende Text umreißt sicherlich nur einen kleinen Teil der Geschehnisse der letzten 100 Jahre. Zum einen, weil aus den Anfangsjahren nur wenige Dokumente erhalten geblieben sind. Zum anderen kann aus hoffentlich verständlichen Gründen nicht an alles gedacht werden, so dass nur einige wichtige Punkte aus den jeweiligen Jahren Verwendung finden konnten. Das Autorenteam bittet also schon jetzt um Verständnis, wenn nicht alles angegeben werden kann, was eventuell abseits der Versammlungen diskutiert wurde, da nur auf Protokolle der vergangenen Jahre zurückgegriffen werden konnte.

 

Im Namen der Autoren: Andreas Zabel

 

Als Gründungdatum des Kreisverbandes der Rassegeflügelzüchter Minden ist der 25. Oktober 1908 anzusehen. An diesem Tag trafen sich Delegierte auf Einladung des 1. Vorsitzenden des Mindener Vereins für Vogelschutz, Geflügel- und Singvögelzucht, Albert Schnelle, im Rosenthal zu Minden.

Der Vorschlag, einen Kreisverband zur Förderung der gemeinsamen Interessen der Geflügelzuchtvereine im Kreise Minden zu gründen, wurde allseits begrüßt.

Der Entwurf der Kreisstatuten wurde gutgeheißen und der bisherige provisorische Vorsitzende Schnelle wurde am 29.11.1908 zum offiziellen Vorsitzenden gewählt. Dieser erklärte den Kreisverband Minden mit dem 25. Oktober 1908 für gegründet.

1908 bestand der Kreisverband aus 6 Vereinen mit einer Mitgliederzahl von 496 Züchtern.

Vom 05.-07.11.1909 fand die 1. Kreisverbandsausstellung im Rosenthal unter der Schirmherrschaft des „Prinzen Hermann zu Schaumburg-Lippe“ statt.

Schon im Jahr 1908 trat der gegründete Kreisverband dem Provinzialverband bei.

Der Anschluß des Kreisverbandes an den Unterverband Minden-Ravensberg wurde ebenfalls beschlossen.

Der Norddeutsche Geflügelhof wurde 1909 zum Verbandsorgan erklärt.

Die 6. Kreisverbandsausstellung war für den 23. – 25.10.1914 vorgesehen, konnte aber wegen Ausbruch des 1. Weltkrieges nicht abgehalten werden. Beiträge von den Vereinen hat der Kreisverband während des Krieges in den Jahren 1914-18 nicht erhoben. Die Geflügelbestände schrumpften bei der Futtermittelknappheit immer mehr zusammen.

Auch 1919 war der Kreisverband in seiner Tätigkeit, die Geflügelwirtschaft zu fördern, sehr beschränkt, da die anhaltende Futtermittelknappheit das Interesse an der Zucht erlahmen ließ.

Am 11.05.1919 wurde Albert Schnelle erneut zum Vorsitzenden gewählt. 2.Vorsitzender wurde August Domeier aus Minden, Kassierer Wilhelm Koch aus Dankersen. Mit „Prinz Hermann zu Schaumburg-Lippe“ starb im selben Jahr ein großer Förderer der heimischen Geflügelzucht.

Die 7. Kreisverbandsschau fand zusammen mit einer Sonderschau der Reisebrieftauben am 29. und 30.10.1921 im Rosenthal zu Minden statt. Diese Schau umfasste damals 1056 Nummern und war damit die größte Kreisausstellung in Westfalen.

1931 hatten die im Kreise Minden vorhandenen 19 Brutapparate ein Fassungsvermögen von 19.000 Eiern.

Ab dem Jahr 1933 führte der Kreisverband folgende Bezeichnung:

 

„Kreisfachschaft Minden im Reichsverband der Geflügelwirtschaft,

 Fachgruppe II, Rassegeflügelzucht, Gau Westfalen“

 

1933 fand die Schau zum 25-jährigen Jubiläum in der Gaststätte Froböse statt. 22 Vereine mit 588 Mitgliedern zeigten aus diesem Anlass 478 Tiere.

Während des 2. Weltkrieges wurden von 1940-45 keine Ausstellungen durchgeführt.

Die erste Schau nach dem Krieg fand am 06.-08.12.1946 im Brügerverein Minden statt. Gezeigt wurden aber nur 70 Nummern.

Mit Wirkung vom 01.01.1947 galt folgende Verordnung:

 

1)Die Verfütterung sämtlicher für die menschliche Ernährung geeigneter bewirtschafteter Brotgetreidearten und er zu Speisezwecken geeigneten Kartoffeln an Geflügel ist verboten.

2)Die Neuerrichtung von Geflügelstallungen und das gewerbliche Mästen von Geflügel ist nicht erlaubt.

3)Rassegeflügelzüchter, die in einer anerkannten Organisation angehören, dürfen soviel Tiere halten, wie der Bestand bei der Dezemberzählung 1945 betrug.

4)Die Neuanerkennung von Zuchtstämmen in den Organisationen ist bis auf Weiteres untersagt.

 

Im Januar 1947 forderte die Kreisverwaltung Minden durch öffentliche Bekanntmachung in der Presse alle Vereine zur schriftlichen Meldung auf.

Dabei war anzugeben:

 

1)Name des Vereins

2)Zweck des Vereins

3)Mitgliederzahl

4)Vorsitzender, Stellv. Vorsitzender, Schriftführer und Kassierer

5)Geschäftsstelle

6)welchem Verband angeschlossen

 

Am 01.01.1947 wurde dem Landesverband eine Stärke von 20 Vereinen mit 487 Mitgliedern gemeldet. Der Beitrag der Vereine an den Kreisverband betrug zu der Zeit 0,80 RM pro Mitglied an den Kreisverband, an den Landesverband musste davon 0,40 RM abgeführt werden.

Nachdem die Vereine nunmehr wiedererrichtet waren, war es die Aufgabe des Kreisverbandes, aller Vereine und ihrer Mitglieder eifrig an der Wiederaufrichtung der Züchter zu arbeiten und das Ausstellungswesen zu fördern. Ebenso war dafür Sorge zu tragen, dass sich auch jeder Züchter an den Schauen beteiligen konnte.

Ab 1948 durften Rassegeflügelzüchter beliebig viele Zuchttiere halten, jedoch nicht mehr als 12, einfache Hühnerhalter nur 1 Tier je Kopf des Haushaltes.

Die Gründung der Jugendgruppen im Kreisverband Minden erfolgte erstmalig in der Kreisversammlung am 12. August 1950.

Das 50-jährige Jubiläum wurde mit einer Kreisverbandsschau in der Simeonshalle am Simeonsplatz (Kaserne) 1958 begangen.

In der Jahreshauptversammlung des Landesverbandes Westfalen-Lippe im Jahr 1966 wurde August Siebeking zum Obmann des Ehrengerichts des Landesverbandes einstimmig gewählt. Dieses Amt übte er bis Ende 1974 aus.

Besonders hervorgehoben werden soll, dass Wilhelm Koch aus Dankersen von 1919 bis 1966 Kassierer des Kreisverbandes war. Er hat dieses Amt 48 Jahre lang ausgeübt!

Ab dem Jahr 1969 wurden alljährlich an verschiedenen Orten des Kreisverbandes Kreisjugendstammschauen durchgeführt. Alle Jugendgruppen haben sich intensiv bei den Schauen beteiligt. Diese Schauen waren, sind und werden immer ein großer Erfolg sein, dank der tatkräftigen Mitarbeit der Obmänner in den einzelnen Vereinen.

Von 1956 bis 1977 (1976 in der Bürgerhalle Holzhausen II) fand in Petershagen anlässlich des Herbstmarktes die Kreisverbands-Junggeflügelschau statt, die allseits beliebt und immer gut besucht war. Sie wurde wegen der nicht mehr zu tragenden Zeltkosten eingestellt.

1974 feierten die Vereine Bad Oeynhausen und Minden ihr 100-jähriges Jubiläum, Häverstädt das 50-jährige. Im August verstirbt der KV-Vorsitzende Paul Münnichow.

Die größte Kreisverbands-Junggeflügelschau war 1975 mit 2038 Tieren. Heinz Trampe wird zum Landesverbands-Jugendobmann und zum Kreisvorsitzenden gewählt. Der ehemalige Kreisvorsitzende Wilhelm Reinemann wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Hans-Werner Becker wird im Jahr 1976 Kassierer.

1977 legt August Siebeking sein Amt als 2. Vorsitzender aus gesundheitlichen Gründen nieder, Helmut Rüter wird gewählt und hat gleichzeitig den Posten des 2. Schriftführers.

1978 wurde der bekannte Züchter und Preisrichter Karl Kirchhoff in den Bundeszucht-ausschuss (BZA) gewählt. Für unseren Kreisverband ein bisher einmaliger Erfolg und eine große Ehre! Vom Landesverband erhält das Jugendzeltlager einen Zuschuss von 500 DM.

Heinz Trampe appelliert auf der Kreisversammlung 1979, dass keine „u“-Tiere ausgestellt werden sollen. Ansonsten wird der zweite Landesverbandsehrenpreis einbehalten.

1980 meldet sich der Verein Holzhausen I ab. Der Ehrenvorsitzende Wilhelm Reinemann verstirbt am Anfang des Jahres.

1981 wird beschlossen, dass für die Jugendlichen der Kreisverband den Pflichtkatalog auf überörtlichen Schauen bezahlt.

Das 75-jährige Jubiläum wird 1983 in Häverstädt im Zelt, verbunden mit der 65. Kreisverbandsschau, durchgeführt. Das erstmals durchgeführte Seniorentreffen in Rothenuffeln ist ein großer Erfolg und soll weiter fortgeführt werden.

Das 2. Seniorentreffen wird ein Jahr später ebenfalls in Rothenuffeln abgehalten. Vom Kreisverband Minden werden über 18.000 Bundesringe bezogen.

Im Juli 1985 findet das Seniorentreffen in Häverstädt statt. Das Mitbringen der Ehefrau bleibt jedem Zuchtfreund freigestellt. Erste Stimmen werden laut, die Verlosungstiere abzuschaffen.

1986 wird bei der Tagung der Vereinsvorsitzenden beschlossen, die Kreisverbandsschau auf das erste volle Oktoberwochenende vorzuverlegen. Auf der Jahreshauptversammlung entscheidet man sich aber, die Kreisschau wieder auf das 1. Dezemberwochenende zurück zu legen. Die Jubiläumsfeier des Landesverbandes besuchen 80 Personen aus unserem Kreisverband!

1987 verstirbt der KV-Vorsitzende Heinz Trampe, sein Stellvertreter Helmut Rüter legt sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder. Als neuer 1. Vorsitzender wird Hilbert Büsking und als 2. Vorsitzender Herbert Rüter gewählt.

Die „Nationale“ 1989 in Nürnberg besucht der Kreisverband mit 3 Bussen und insgesamt 130 Teilnehmern!

Nach dem unerwarteten Tod des Kreisvorsitzenden Hilbert Büsking wird Herbert Rüter 1991 1. Vorsitzender. 2.Vorsitzender ist nun Günther Müller.

Unter der Federführung von Herbert Münnichow fand 1992 die Wiedervereinigungs-versammlung das Sondervereins der Leghorn und Zwerg-Leghorn mit der SZG aus der ehemaligen DDR in unserem Kreisverband statt.

Die 1. Mindener Taubenschau fand 1994 in Friedewalde ihren Anfang. Am LV-Jugendzeltlager in Oberlübbe mit 280 Teilnehmern war der Kreisverband mit 11 Jugendgruppen vertreten.

Die Fahrt zur wiederum in Nürnberg stattfindenden „Nationalen“ 1995 hat mit 120 Teilnehmern ungebrochenen Zuspruch!

Viel zu früh verstirbt das aktive Mitglied des Bundeszuchtausschusses, Karl Kirchhoff, im Herbst 1995.

Nach 21 Jahren stellt sich der Kassierer Hans-Werner Becker 1997 nicht mehr zur Wahl, er wird daraufhin zum Ehrenmitglied des Kreisverbandes ernannt. Als neuer Kassierer wird Wilhelm Rohlfing in den Vorstand gewählt.

1998 spendete der Kreisverband 1.200 DM für Geschädigte des Oder-Hochwassers.

Der älteste Verein des Kreisverbandes feiert 1999 sein 125-jähriges Jubiläum, es ist der RGZV Bad Oeynhausen.

Die Kreisjugend begeht ihr 50-jähriges Jubiläum im Jahr 2000 mit der Jubiläums-Stammschau in Werste.

Außer der Umstellung von DM auf Euro gibt es 2001 keine Besonderheiten zu berichten.

Auf der Jahreshauptversammlung 2002 trat Günther Müller zurück, neuer 2. Vorsitzender ist nun Bernd Fuchs.

Im Jahr 2003 trat die Geflügelpest auf, die Europaschau in den Niederlanden wurde daraufhin abgesagt. Das Bundesjugendzeltlager fand im August in Bad Oeynhausen mit über 440 Teilnehmern statt. Karl Kriete, einer der Beisitzer des Kreisverbandes, verstirbt unerwartet.

Auf der Jahreshauptversammlung 2004 wird dem verstorbenen Hans-Werner Becker gedacht. Die fünf Hiller Vereine schließen sich zusammen, um im nächsten Jahr gemeinsam die Kreisausstellung durchzuführen.

Ein Highlight für den Kreisverband ist die im Mai 2005 in der Stadthalle Minden abgehaltene Bundesversammlung.

Nach 20 Jahren im Kreisvorstand, davon allein 14 Jahre als Vorsitzender, stellt sich Herbert Rüter nicht mehr zur Wahl. Ihm folgt Bernd Fuchs, der Herbert Rüter zum Ehrenvorsitzenden ernennt. Der auf der Versammlung anwesende Landesverbandsvorsitzende, Ulrich Werner, bedankt sich für die stets erfolgreiche Zusammenarbeit und zeichnet Herbert Rüter mit der silbernen Ehrenplakette des Landesverbandes aus.

Leider muss bereits im folgenden Jahr ein neuer Vorsitzender gewählt werden, da Bernd Fuchs sein Amt aus persönlichen Gründen niederlegt. Der nur ein Jahr zuvor gewählte 2. Vorsitzende Wolfgang Blase übernimmt dieses Amt. Als neuen 2. Vorsitzenden wählt die nach dem Vorschlag des Vorstandes Detlef Kollmeier aus Oberlübbe. Im Dezember fahren 80 Personen zur Europaschau in Leipzig.

Nachdem sich das Thema Geflügelpest beruhigt hatte, 2007 konnten die Rassegeflügelschauen erstmals wieder ohne größere Auflagen stattfindenden.

 

Seit 1908 gab es folgende Kreisverbandsvorsitzende:

 

1)Albert Schnelle, 1908-1940

2)August Domeier, 1940-1955

3)Wilhelm Reinemann, 1955-1964

4)Paul Münnichow, 1964-1974

5)Heinz Trampe, 1975-1987

6)Hilbert Büsking, 1987-1991

7)Herbert Rüter, 1991-2005

8)Bernd Fuchs, 2005-2006

9)Wolfgang Blase, ab 2006

 

Seit 1950 gab es folgend Kreisjugendleiter:

 

1)Heinrich Groll, 1950

2)Wilhelm Meier, 1950-1967

3)Willi Hucke, 1967-1968

4)Heinz Trampe, 1968-1987

5)Ilse Vormschlag, 1987-1993

6)Werner Buschjost, 1993-2004

7)Stefan Bottenbruch, ab 2004

 

Ehrenmeister des BDRG aus dem Kreisverband Minden:

 

1)Albert Schnelle

2)Hermann Tiekenheinrich

3)Friedrich Busse

4)Herbert Münnichow

 

Meister des Landesverbandes:

 

1)Paul Münnichow

2)Fritz Beißner

3)Wilhelm Reinemann

4)August Siebeking

5)Heinrich Finke

6)Heinrich Tödheide

7)Karl Kirchhoff

8)Wilhelm Busse

9)Herbert Münnichow

10)Hans-Werner Becker

11)Gerhard Zimmermann

12)Gerhard Kessler

13)Alfred Schweitzer

14)Herbert Rüter

15)Peter Heemeier